Taekwon-Do ist eine koreanische Kampfkunst deren Ursprünge ins 6. Jahrhundert nach Christus zurückreichen. Mit dieser knapp 1500 Jahre alten Tradition gehört Taekwon-Do zu den ältesten der klassischen asiatischen Kampfkünste.
Grundsätzlich betrachtet ist Taekwon-Do ein System der waffenlosen Selbstverteidigung bei der Hände, Arme und Füße eingesetzt werden. Wörtlich übersetzt bedeutet Taekwon-Do „Weg des Fußes und der Hand“
Traditionelles Taekwon-Do wird ohne „Kontakt“ ausgeübt. Dies bedeutet, dass bei Übungen alle Schläge und Kicks wenige Zentimeter vor dem Körper des Partners abgestoppt werden. Die Effektivität der einzelnen Techniken wird im so genannten Bruchtest z.B. auf Holzbretter, Ziegelsteine oder Ytong-Platten demonstriert bzw. überprüft.
Taekwon-Do kann jeder, unabhängig von körperlicher Verfassung, Geschlecht oder Alter ausüben. Ob man mit 4 oder mit 64 Jahren beginnt, hat keinen Einfluss auf einen erfolgreichen Weg im Taekwon-Do. Der Anteil der Mädchen und Frauen unter den Aktiven liegt übrigens bei fast 50 Prozent
Grundlage des Taekwon-Do ist ein spezielles körperliches Training, das Kondition, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Kraft fördert. Diese physische Schulung bildet die Basis für das eigentliche Ziel des Taekwon-Do, nämlich die Förderung der geistigen und seelischen Entwicklung des Menschen hin zu Willensstärke, absoluter Konzentrationsfähigkeit und einem ausgeprägten Selbstvertrauen.
Überlassen wir schließlich die Erklärung der Inhalte des traditionellen Taekwon-Do dem Mann, der wie kein anderer die Entwicklung der jüngeren Vergangenheit gestaltet hat: Großmeister Kwon, Jae-Hwa , 7. Dan: „ Dem Taekwon-Do liegt zusammengefasst die Überlegung zugrunde, dass in umfassender Anwendung durch vollkommener Ausnutzung der vorhandenen Möglichkeiten Körper und Gedanken einer sich bis zu letzten Vervollkommnung erstreckenden Schulung zu unterwerfen sind. Diese wird es dem Geist immer mehr ermöglichen auf seine Instrumente bewusst Einfluss zu nehmen.
Die Einbeziehung des Körpers durch Taekwon-Do in den Vorgang der geistigen Entwicklung, ermöglicht es bei den Übungen innere Vorgänge zu transponieren. Die geistige Tragweite der Übungen liegt in der Möglichkeit eines praktischen Weges zur körperlichen und damit verbundenen geistigen Erneuerung des Menschen. Das primäre Ziel des Taekwon-Do ist zu bauen und nicht zu zerstören. Es hilft dem Schüler, sich psychisch und physisch zu einem ausgeglichenen Menschen zu entwickeln. Jede Einseitigkeit wird vermieden, Beherrschung der Gedanken, Konzentration, Ausdauer, Überwindung und Abwehr von Angst und Müdigkeit gehören zu der Schulung des Körpers und des Geistes. Doch bleiben Worte nur Annäherung, wer wissen will muss erfahren.“